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Donnerstag, Januar 19, 2006

Das Leben ist kein Picknick - oder - das grammatikalische Desaster und ich.....

Nun, der Titel verrät es bereits. Es handelt sich hier mal wieder um eine der berühmt-berüchtigten Geschichten, die das Leben so schreibt.
Nicht zu vergleichen mit der Geschichte von Major Tom, die wohl eher in der Fiction angesiedelt ist. Nein, eine reale Geschichte, wobei die Realität ja bekanntlich immer im Auge der jeweiligen Betrachterin liegt.
Nun, eines Morgens erwachte ich, der schlaftrunkene Blick auf meinen Wecker verriet, dass ich zur rechten Zeit erwacht bin. Die rechte Zeit um Aufzustehen, zu Frühstücken, ins Bad, Zähneputzen, Klo und Waschen, Kaffee, Zigarette. Dann ausdemHausArbeitengehn.
Interessant? Nein, üblich. Aber lebensnah ;-) Und trotzdem irgendwie viel zu normal für eine Geschichte.
Also: Dann stehe ich an der Bushaltestelle und begegne.... na.... die Spannung steigt ins unermessliche..... einem skispringenden Hasen!!!!
"Wow, abgefahrn, ey. Echt irre.. ein skispringender Hase? Wirklich?...." werden da manche sagen.... andere vielleicht eher "ach, die schon wieder mit ihrem skispringenden Hasen..... *gähn*".....
Gut, skispringender Hase beseite, in Wirklichkeit begegnete mir eine alte Dame, die auf dem Weg zum Augenarzt war. Tatsächlich. Wie sie berichtet, fährt sie gerne zeitig los, falls der Bus mal zu spät kommt. Das ist ja auch plausibel, da der Termin ja bereits zwei Straßen weiter in eineinhalbstunden ist. Ich bestätige ihre Art, terminliche Verpflichtungen ernstzunehmen und steige in den Bus. Fünf Minuten Verspätung. Nun, da ich anders als die Dame eher auf den letzten Drücker zu reisen pflege, frage ich mich natürlich, ob ich den Zug noch kriege.
Frage den Busfahrer, wann wir wohl bei dem Eisregen in etwa am Bahnhof sind. Er entgeget nur: "Bin ich ein Fernseher?"
Seltsame Antwort, denke ich und schweige. Muss an die Jungs aus der Gemoll denken, von wegen: "ey, was guckste? Bin isch'n Kino oder was?"
Wir erreichten den Bahnhof gut in der Zeit. Die nette Verkäuferin am Kiosk, wo ich morgens immer meinen Kaffee hole (der ist dort nämlich 50 Cent billiger als in der Bäckerei nebenan) war gerade aus dem Urlaub zurück. "Wie immer?" fragte sie und hatte den Kaffee bereits eingegossen. Ich: "Ja, wie immer, danke. Schönen Urlaub gehabt? Oh- ich muss los... sorry, bin spät dran." "Ja..." rief sie mir hinterher. "Dann bis morgen....schönen Tag!!!!"
Wie immer. Schnell in den Zug gesprungen, Kaffee getrunken, mich darüber aufgeregt, dass das Klo mal wieder verstopft ist, nette Unterhaltung mit einem ganz witzigen Typen gehabt, angekommen, ausgestiegen, und fertig.
Interessant? Nein, nicht wirklich. Zumindest so auf den ersten Blick nicht. Nun, kurz zurückgespult.
Ich stehe also morgens zu früh an der Bushaltestelle und der Bus ist noch nicht da. Der Schulbus, der immer etwas früher als mein Bus kommt, hält, und die Horde Grundschüler mit ihrem etwa EndeZwanzig-jährigen gutaussehenden Lehrer steigt aus. Wie immer stellen sich die ersten Kinder in Zweierreihen auf und wie immer toben die hinteren Kinder fröhlich am Straßenrand herum.
Und wie immer ermahnt der EndeZwanzig-jährige Lehrer sie: "Ihr da hinten, ... das ist gefährlich!!! Na, kommt mal vom Bürgersteig weiter hier her in den Hof! Kommt, stellt euch mit auf!"
Die hinteren Kinder haben da wohl wie immer keine Lust drauf und wie immer geht der Lehrer dann einfach und die Schüler folgen ihm, vorne in Zweierreihen, hinten in chaotischer Form.
Dann kommt der Bus. Pünktlich auf die Minute. Zeitgleich bekomme ich eine SMS, und wie immer einen Sitzplatz.
Der Bus ist immer leer um diese Uhrzeit. Gut für mich. Wie immer erreicht der Bus pünktlich den Bahnhof und ich plaudere gute zehn Minuten mit der Kiosk-Verkäuferin über die steigenden Tabakpreise. Sie hat ja schon vor Jahren aufgehört zu rauchen und das find ich echt klasse. Wie immer springe ich in den Zug und heute ist noch nicht mal das Klo verstopft.
Allerdings sitzt im hinteren Abteil ein skispringender Hase, der auf dem Weg zu einer Sandbank ist.
Interessant? naja, es hält sich in Grenzen.
Hat vielleicht jemand eine bessere Idee?



7 Comments:

Anonymous Die Alex said...

Geschichten aus dem Leben einer Katze, die vor die Hunde ging. :-D

2:00 nachm.  
Blogger Rüdiger said...

Mein Kommentar ist weg. Verdammt.

12:06 vorm.  
Blogger Rüdiger said...

Passiert denn hier gar nichts mehr?

10:54 nachm.  
Blogger Bianca said...

Das ist die Kreativität der Langsamkeit, Rüdiger.... ;-)

11:08 nachm.  
Blogger Rüdiger said...

Hmhmm…

11:21 nachm.  
Blogger Bianca said...

Test.....

9:38 nachm.  
Blogger Pfogel said...

Ja. eigentlich wollte ich arbeiten, aber dann musste ich den ganzen Post lesen, ist zwar nicht viel passiert, aber der Wortwitz ist ausserordentlich gut geraten. Brüx, vielleicht analysieren eines Tages mal die Kinder der Kinder, des EndeZwanziger Lehrers, der dann natürlich schon Ende achtig ist, Deine Kurzgeschichten.

10:03 vorm.  

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